Fortschreibung des Schulprogramms
September 2007
1. Kontext zum bestehenden Programm
Im Mai 2002 wurde die erste Fassung unseres Schulprogramms
veröffentlicht. Dieses wurde dann im November 2004
fortgeschrieben. Dieses Schulprogramm stellte in den
letzten Jahren die Grundlage unserer pädagogischen
Arbeit dar. Zusätzlich zu den verschiedenen Arbeitsbereichen
wurden tabellarische Förderpläne und tabellarische
Zeugnisse für die Förderschülerinnen
und –schüler vom gemeinsamen Kollegium der
beiden Schulstandorte erarbeitet.
2. Bestandsaufnahme
In der gemeinsamen Lehrerkonferenz am 5.10.2006 wurde
das bisherige Schulprogramm evaluiert und festgestellt,
dass das erarbeitete Methodentraining im Unterricht
nicht ausreichend aus verschiedenen Gründen umgesetzt
wird. Am Ende des Schuljahres 2006/07 ergab ein Meinungsbild
im Kollegium, dass die Implementierung des Methodentrainings
nach wie vor Probleme bereitet. Es verständigten
sich die Kolleginnen und Kollegen darauf, professionelle
Hilfe in Anspruch zu nehmen und diese Arbeit im Rahmen
des fortzuschreibenden Schulprogramms weiter zu verfolgen.
Zur Professionalisierung des Lehrerhandelns und der
Verbesserung der Unterrichtsqualität soll das Thema
Methodentraining in dem größeren thematischen
Zusammenhang „Lernkompetenz fördern”
verfolgt werden. Für dieses Vorhaben konnte als
Moderator Herr B. Ebert vom IQSH gewonnen werden. Weitere
mögliche Themen für die Fortschreibung des
Schulprogramms wurden in einer gemeinsamen Lehrerkonferenz
am 5.10.2006 benannt. Im Folgenden werden die Arbeitsvorhaben,
die uns in den nächsten drei Jahren beschäftigen
werden, aufgeführt:
3. Arbeitsvorhaben
3.1 Förderung der Lernkompetenz
Ziel: Es wird die weitere Verbesserung der Lehr- und
Lernkultur an unserer Schule u. a. durch die kontinuierliche
Entwicklung des Schulcurriculums und die weitere Förderung
des selbständigen Lernens unserer Schülerinnen
und Schüler angestrebt. Dabei soll sich an den
individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen
und Schüler orientiert werden und das eigenverantwortliche
Lernen durch angemessene Methoden (u. a. Methodentraining)
gefördert werden. Dabei wird bedeutsam sein, die
Lernenden in das Gestalten der Arbeits- und Lernprozesse
einzubinden und weitere Verfahren der Selbstreflexion
von Schülerinnen und Schülern einzuführen.
Umsetzung: Eine gezielte Fortbildung des gemeinsamen
Kollegiums erfolgt durch Herrn B. Ebert vom IQSH am
24.01.2008 und 13.03.2008.
Evaluation: Die Evaluation wird zum Ende des Schuljahres
2009/10 im Rahmen einer Lehrerkonferenz erfolgen, die
von der Schulleiterin einberufen wird. Die Arbeit wird
als erfolgreich bewertet, wenn jede Lehrkraft mindestens
zwei Elemente der Fortbildung in den eigenen Unterricht
implementiert hat.
3.2 Übergang Schule - Beruf
Ziel: Das Sozialgesetzbuch IX – Rehabilitation
und Teilhabe behinderter Menschen – hat im Jahr
2001 einen Paradigmenwechsel eingeleitet, der Menschen
mit Behinderungen, einschließlich Menschen mit
Förderbedarfen nicht mehr als Objekt wohlfahrtsstaatlichen
Handelns betrachtet, sondern ihnen die Verwirklichung
ihrer Teilhabe als Bürger dieses Staates zugesteht.
Teilhabe kann und darf deshalb nicht bedeuten, junge
Menschen mit Förderbedarfen schnellstmöglich
in Arbeit zu vermitteln. Teilhabe muss vielmehr bedeuten,
junge Menschen unserer Schulart entsprechend ihrer Fähigkeiten
zu qualifizieren und ihnen dadurch die Chance auf eine
dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.
Deshalb wird seit Jahren konzeptionell an unserer Förderschule
zur Berufsorientierung gearbeitet. Die Förderschule
pflegt mit folgenden Einrichtungen eine intensive Zusammenarbeit:
der Arbeitsagentur, dem Verein Schule und Betrieb in
Bruns-büttel, dem Arbeitskreis Berufsorientierung
und dem BQM Meldorf (gemeinsames Projekt für den
Übergang in die berufsvorbereitenden Maßnahmen).
Zusätzlich wird die Fortführung der Kooperation
zwischen der Förderschule Brunsbüttel/Marne
und dem JAW Dithmarschen angestrebt, um das Projekt
„Kompetenzorientierte Berufswegeplanung”
fortzuführen.
Umsetzung: Das Projekt „Kompetenzorientierte
Berufswegeplanung” wird in Kooperation mit dem
JAW Dithmarschen durchgeführt. Verantwortlich schulischerseits
sind Herr Faßmer und Frau Rahlf-Monscheuer.
Evaluation: Die Evaluation wird zum Ende des Schuljahres
2009/10 im Rahmen einer Lehrerkonferenz erfolgen, die
von der Schulleiterin einberufen wird. Die Durchführung
des Projekts wird als erfolgreich bewertet, wenn bis
einschließlich 2009/10 dieses Projekt jährlich
durchgeführt wird.
3.3 Prävention und Integration
Ziel: In den letzten Jahren ist eine überwiegend
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Regelschullehrkräften
der Grund- und Hauptschulen gewachsen. Im Sinne einer
Qualitätsverbesserung der Präventions- und
Integrationsarbeit sollen Konzepte entwickelt und in
der Praxis umgesetzt werden.
Umsetzung: Die Kollegien beider Standorte werden im
Rahmen einer Lehrerkonferenz Konzepte zur präventiven
und integrativen Arbeit in der Regelschule erarbeiten.
Evaluation: Die Evaluation wird zum Ende des Schuljahres
2009/10 im Rahmen einer Lehrerkonferenz erfolgen, die
von der Schulleiterin einberufen wird. Durch standardisierte
Rückmeldungen der Regel- und Förderschullehrkräfte
wird bewertet, ob sich die Konzepte als Arbeitsgrundlage
bewährt haben.
3.4 Demokratie lernen und leben
Ziel: Auch ein Ergebnis des EVIT - Berichtes 2004 gab
die Empfehlung, eine strukturierte Schülervertretungsarbeit
anzubahnen. In der Fortschreibung des Schulprogramms
von 2004 wurde Partizipation der Schülerinnen und
Schüler und deren Eltern am Schulleben als Schwerpunkt
festgeschrieben. Diese wird in vielen Bereichen des
schulischen Lebens inzwischen situationsorientiert umgesetzt.
Auch in Zukunft soll es das Ziel sein, die Schülerinnen
und Schüler zum Mitbestimmen und Mitgestalten aufzufordern.
Auf folgenden vier Ebenen -Unterricht, Schulleben, Öffnung
der Schule, Projekte- kann die demokratische Schulkultur
weiter entwickelt werden:
Umsetzung: Das gemeinsame Kollegium wird sich in einer
Lehrerkonferenz mit dem Thema „Demokratie lernen
und leben” beschäftigen.
Evaluation: Die Evaluation wird zum Ende des Schuljahres
2009/10 im Rahmen einer Lehrerkonferenz erfolgen, die
von der Schulleiterin einberufen wird. Die Arbeit wird
als erfolgreich bewertet, wenn mindestens aus zwei der
vier genannten Bereiche Neuerungen eingeführt worden
sind.
3.5 Schulgestaltung
Ziel: Es ist ein besonderes Anliegen des Marner Kollegiums,
die Räume der Marner Förderschule freundlicher
und kindgerechter zu gestalten.
Umsetzung: Die Gestaltung einzelner Räume soll
mit Einbindung der Schülerinnen und Schüler
in Projektform erfolgen.
Evaluation: Die Evaluation wird zum Ende des Schuljahres
2009/10 im Rahmen einer Lehrerkonferenz erfolgen, die
von der Schulleiterin einberufen wird. Das Ziel gilt
als erreicht, wenn wenigstens ein Raum umgestaltet worden
ist.
3.6 Inselkonzept
Ziel: Ein ehemaliger Klassenraum in der Marner Förderschule
ist umgestaltet worden und soll zukünftig als sog.
„Insel” zur Verfügung stehen. Die pädagogische
Nutzung soll gemeinsam in Form eines Konzeptes durch
das Kollegium in Marne erarbeitet werden.
Umsetzung: Im Rahmen einer Lehrerkonferenz werden die
Kolleginnen und Kollegen in Zusammenarbeit mit der Schulleiterin
ein Konzept erarbeiten.
Evaluation: Die Evaluation wird zum Ende des Schuljahres
2009/10 im Rahmen einer Lehrerkonferenz erfolgen, die
von der Schulleiterin einberufen wird. Das Ziel gilt
als erreicht, wenn nach dem pädagogischen Konzept
im Schulalltag seit einem Schuljahr gearbeitet wird.
3.7 Gesunde Schule
Ziel: Die Gesundheitserziehung hat einen hohen Stellenwert
an unserer Schule. Viele Aktionen zu den Bereichen gesunde
Ernährung und Bewegung haben in der Vergangenheit
sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag an beiden
Standorten stattgefunden. Auch in Zukunft geht es darum,
gesundheitsfördernde Bedingungen durch gezielte
Maßnahmen zu realisieren.
Umsetzung: Im Rahmen einer Lehrerkonferenz werden zum
Thema Gesunde Schule geeignete Maßnahmen erarbeitet.
Evaluation: Die Evaluation erfolgt zum Ende des Schuljahres
2009/10 im Rahmen einer Lehrerkonferenz, die von der
Schulleiterin einberufen wird. Das Ziel ist erreicht,
wenn ein Konzept erstellt und nach diesem bereits ein
Schuljahr gearbeitet worden ist.
3.8 Schulartübergreifende Ganztagsangebote
Ziel: Die Ganztagsangebote wurden am Standort Brunsbüttel
2002 eingerichtet. Seit 2004 ist die Förderschule
Brunsbüttel offiziell Offene Ganztagsschule. In
den ersten Jahren nahmen Schüler/-innen der Förderschule
und der Hauptschule an diesem Angebot teil. Ab Schuljahr
2007/08 soll es zu einem schulartübergreifenden
Ganztagsangebot für Schüler/-innen der Sekundarstufe
I ausgebaut werden.
Umsetzung: Das bereits durch die Schulleiterinnen und
Schulleiter Brunsbüttels erstellte Konzept wird
von den pädagogischen Mitarbeiterinnen des Ganztagsteams
unter der Verantwortung der Schulleiterin Frau Scharge
umgesetzt.
Evaluation: Die Evaluation erfolgt jährlich zum
Ende des Schuljahres mit Hilfe eines Evaluationsfragebogens.
Die Schulleiterin Frau Scharge ist hierfür ver-antwortlich.
Brunsbüttel, im September 2007
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